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Thema: (MTW2) Sie trugen die Krone

  1. #151
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    Prinz Dieter musste sich wegen der Thronfolge im Reich ja auch noch mit den Kräften der Welfen und vor allem der Staufer, namentlich Herzog Friedrich, messen. Und als ob das nicht genug wäre, erhoben sich im Herzogtum des abwesenden Königs die slawischen Wenden gegen ihren Herrn. Dieter musste rasch ein Heer sammeln und nach Magdeburg eilen, damit nicht auch noch hier die Autorität seines Vaters weiter demontiert wurde. Wohlgemerkt, nicht aus Loyalität zum Vater, sondern aus Sorge um die eigenen Chancen auf die Krone.



    Die Aufständischen waren Angehörige der unterworfenen Slawenstämme, die wegen der harten Herrschaft der Deutschen ihre Differenzen beilegten und sich gegen die Okkupanten zusammenschlossen. Dieter agierte im Vorfeld geschickt und konnte die Wenden zum Kampfe stellen. Diese Schlacht war die erste Bewährungsprobe des Prinzen auf militärischem Gebiet. Dieter wählte eine Anhöhe, um seine Truppen aufzustellen. Die Wenden führten Schwerbewaffnete ins Feld, denen es dafür an Beweglichkeit mangelte. Es kam darauf an, die Berittenen und die Armbrustschützen des Gegners auszuschalten, während die eigenen Bogenschützen die schwere Infanterie der Wenden dezimierte.



    Die Schlacht wurde auf Dieters linker Seite eröffnet, wo die königlichen Ritter einen Vorstoß der gegnerischen Berittenen auf Dieters Trossknechte abfingen und sie in den Zweikampf verwickelten. Die Bogenschützen ließ der Prinz ins Zentrum feuern, wo die Rebellen die leichten Fußtruppen hinführten. Im rechten Augenblick befahl Dieter seinen Schützen, die nahenden Hellebardiere unter Beschuss zu nehmen und ließ seine eigene Infanterie gegen die vom Pfeilhagel verunsicherten Feinde stürmen.



    Das Groß der feindlichen Truppen wandte sich angesichts dieses aufeinander abgestimmten Schlags zur Flucht zurück in die versumpften Wälder. Die schwerfälligen Hellebardenträger waren danach ein leichtes Ziel für die Bogenschützen. Die Wenden mussten sich nach der deutlich verlorenen Schlacht unterwerfen und dem König erneut die Treue schwören.

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    Und durch seine Klugheit wird ihm der Betrug geraten, und er wird sich in seinem Herzen erheben, und mitten im Frieden wird er viele verderben und wird sich auflehnen wider den Fürsten allen Fürsten.

  2. #152
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    Die Nachrichten aus Italien brachten süddeutsche Fürsten gegen den als schwach verschrienen König auf. Nahe Nürnberg sammelten mehrere Angehörige des mittleren Adels Soldaten gegen den König. Herzog Ulrich von Baiern blieb in dieser Auseinandersetzung auffällig passiv, offenbar sympathisierte er sogar mit der Sache der Aufrührer. Auslöser war die Sache mit dem Stratordienst des Königs in Norditalien, jene äußerst prekäre symbolische Handlung Bernhards, die nicht zuletzt die Unterordnung des Königs unter die päpstliche Gewalt sinnfällig machte. Die päpstliche Propaganda beeilte sich jedenfalls, die Geschehnisse als Handlungen zwischen Lehnherrn (Calixt III.) und Vasallen (Bernhard I.) zu deuten. Der König hatte für die Eroberung und Christianisierung Jerusalems nicht nur Gold, sondern auch einen Ring vom Papst erhalten. Dies betrachtete die Kurie als Vergabe eines Lehens, das der deutsche König aus der Hand des Heiligen Vaters erhielt. Das dürfte nicht in der Absicht Bernhards gelegen haben, empörte aber die Reichsfürsten, allen voran diejenigen, die sowieso nicht viel von ihm gehalten hatten.



    Prinz Dieter marschierte mit seinem Heer in Baiern ein und einen Augenblick war es nicht ganz klar, ob er nicht auch gegen den Welfen Ulrich vorgehen würde. Der Herzog erklärte sich nach einer Unterredung mit dem Königssohn dann bereit, gemeinsam mit ihm gegen die Aufständischen in seinem Gebiet vorzugehen. Die Schlacht fand im Juni 1138 südlich von Nürnberg statt und obwohl der Herzog seine Männer nur eine kurze Strecke zum Ort des Geschehens führen musste, zögerte er ihr Eintreffen auf dem Schlachtfeld so weit hinaus, dass ihr Eingreifen keine Rolle spielen sollte. Dieter musste alleine seinen zweiten, dieses Mal härteren Kampf gegen die Feinde der Krone bestehen.



    Der Prinz meisterte aber auch diese Herausforderung sehr gut und vertrieb die bairischen Empörer mit nur wenigen Verlusten vom Feld. Er hatte sich sein erstes Rangabzeichen verdient und mit seinem energischen Auftreten in Baiern auch dem Welfenherzog gezeigt, dass er ein ernstzunehmender Anwärter auf die Krone sein würde.



    Die weiteren Geschehnisse des Jahres 1138:

    Dem bairischen Herzog Ulrich wurde nach Friedrich der zweite Sohn, Konrad, geboren. Auch der neue Herzog von Österreich hatte mit dem neugeborenen Lukas von Benevent einen männlichen Erben.

    Der Sohn des machtlosen Gegenkönigs Conrad von Franken, Johann, wurde mit vierzehn Jahren volljährig. Er rückte schon bald von seinem Vater, dem er keine Chance auf das Zurückgewinnen des Herzogtums Franken oder gar der anerkannten Königswürde einräumte, ab.



    Der böhmische König Heinrich I. distanzierte sich, enttäuscht von der mageren Bilanz von Bernhards Politik, allmählich vom deutschen König und versuchte, in Prag ein eigenständigeres Zentrum der Herrschaft zu bilden.
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  3. #153
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    Die Zeit ging ins Land, es verstrichen die Jahre 1138, 1139 und 1140. Eine eigenständige Handschrift Bernhards war in der königlichen Politik kaum erkennbar. Gegenüber dem Papst konnte er seine Interessen seit Jahren nicht durchsetzen, im Gegenteil. Im Reich ergriffen die Staufer und Welfen die Initiative, weitere Fürsten orientierten sich weg vom König. Bernhard I. hatte nicht mehr viele Freunde in seinem Königreich. Die Interessen der Salier im Reich wurden schon gar nicht mehr vom König selbst, sondern von dessen Sohn Dieter wahrgenommen. Bernhard I. verbrachte in Bologna die Monate lieber mit Müßiggang und Schlemmereien, statt die Verhandlungen mit dem Heiligen Stuhl so energisch voranzutreiben, wie dies nötig gewesen wäre. Zu einem Reisekönigtum, wie es zur Regelung der schwierigen Angelegenheiten vielerorts nördlich der Alpen angebracht gewesen wäre, war der fettleibige König wohl schon gar nicht mehr fähig geworden.



    Angesichts dieser Situation entschied sich Dieter, sich von dem schwachen König abzuwenden und gegen ihn zu intrigieren. Das war nichts anderes als Verrat am eigenen Vater, was gemeinhin als unehrenhaft und als Sünde anzusehen war. Natürlich, die Kleriker der Reichskirche, die gegen den König waren, argumentierten, Christus selbst habe gesagt, man müsse Mutter und Vater hassen, wenn man ihm auf seinem Weg folgen wolle. Den Sohn trieb aber vielmehr die Sorge, dass Bernhard I. die Königswürde für das Haus der Salier verspielen würde, wenn er nicht selber eingriffe und den Vater entmachten würde.



    Dieter berief einen Landtag nach Frankfurt und verkündete, dass er die Regierungsgeschäfte im Reich nun dauerhaft von seinem Vater übernehmen werde, da der abwesende König gesundheitlich dazu nicht mehr in der Lage wäre. Er setzte sich damit an die Spitze der Kritiker im Reich, um seinen eigenen Anspruch auf die Krone zu retten. Ein kühner Staatsstreich, der sich nicht nur gegen Bernhard I. richtete, sondern auch gegen Herzog Friedrich II. dem Staufer, der sich als legitimer Vertreter des Königs ansah.



    Den Zeitpunkt für seinen Putsch hatte Dieter bewusst ausgewählt, denn die Machtverhältnisse im Reich waren gerade im Umbruch begriffen. Herzog Friedrich war bereits 1140 schwer erkrankt und verstarb im Januar 1141, er war deshalb keine Gefahr mehr für die Ambitionen des jungen Saliers. Mit Harold dem Staufer stand zwar bereits ein neuer Anführer des Hauses in den Startlöchern, das Herzogtum Schwaben zu übernehmen. Doch Harold hatte bei weitem nicht die Zahl der Anhänger, wie sie Friedrich II. während seiner Regierung hinter sich hatte sammeln können. Den Welfen Ulrich dagegen umwarb Dieter gezielt, um ihn auf seine Seite zu ziehen. So versprach er Ulrich, der zugleich der Herzog von Baiern und der Graf von Tirol war, dass er beide Ländereien an seine beiden Söhne Friedrich und Konrad vererben könne.



    König Bernhard I. saß nach dieser Rochade der Macht in einer prekären Situation. Er steckte in Norditalien fest, denn Herzog Ulrich versperrte ihm die Pässe über die Alpen. Burgund wurde von den Feinden des Königs, den Lombarden, gehalten. In Österreich marschierten die Venezianer ein - sie hofften, von der Krise im Reich profitieren zu können und sich das reiche Herzogtum einverleiben zu können. Derart vom Reich abgeschnitten, sanken die Chancen Bernhards, sich in eine stärkere Verhandlungsposition gegenüber dem Papst zu bringen, noch weiter. Der König war zu einer Maßregelung seines Sohnes - sprich, einem Feldzug - gesundheitlich auch nicht mehr in der Lage. Er war 57 Jahre alt und wurde von starken Gichtanfällen geplagt, die Folgen seiner ungesunden Lebensweise.
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  4. #154
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    Charles von Benevent muss Wien gegen eine stark gerüstete Streitmacht Venedigs verteidigen

    Den entscheidenden Schlag gegen Bernhard I. führte also nicht der Hochadel, der schon lange unzufrieden war über den König. Es war sein eigener Sohn Dieter, der sich von ihm lossagte und sich an die Spitze der Opposition stellte. Das Motiv war die falsche Politik des Vaters und die Hoffnung, die Herrschaft für die Familie auf diese Weise retten zu können.


    Das desaströse Ende des Feldzugs in Österreich beendet die Ambitionen Venedigs im Norden - vorläufig - auf Jahre hinaus

    König und Erbe wandten sich jeweils an den Papst, der hier seine Chance sah, als Schiedsrichter in die Reichspolitik eingreifen zu können. Er setzte eindeutig auf den Sohn, den er durch Bischof Gebhard von Konstanz vom Gehorsamseid gegenüber dem Vater lösen ließ. Auf einem Reichstag, dessen Einberufung Bernhard vorbereitete, wollte der König ein Ergebnis herbeiführen. Der Sohn übte jedoch Verrat, er zog die Garnison von Bologna durch Drohungen und Versprechungen auf seine Seite und ließ diese den Vater festnehmen. Anschließend zwang Dieter den König, zu seinen Gunsten abzudanken. Bernhard I. versuchte noch, vom päpstlichen Legaten Unterstützung zu erhalten und schrieb sogar an den König von Frankreich, um ihn als Partner zu gewinnen.



    Ohne noch einmal machtvoll auftreten zu können, starb Bernhard I. am 7. August 1143 im Alter von 58 Jahren in Bologna. Seinem Sohn ließ er Schwert und Ring überbringen und bat um Gnade für seine Anhänger und um ein Begräbnis in seinem Dom in Speyer.


    Die Ausdehnung des Heiligen Römischen Reiches erfuhr in der Zeit von König Bernhard I. zwischen 1130 und 1143 keine Veränderung


    Wichtige Stationen im Leben von Bernhard I.
    1085 geboren als zweiter Sohn von Kaiser Heinrich V.
    1096 nach dem Tod von Prinz Edmund erster Rang in der Thronfolge
    1105 Markgraf von Brandenburg, Hochzeit mit Cecile von Dänemark
    1109 Eroberung von Köln
    1130 deutscher König
    1131 Aufstand des Kölner Erzbischofs Karlmann
    1132 Gegenkönig Conrad von Franken
    1135 König von Italien
    1143 Festnahme und Absetzung, Tod in Bologna


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    Und durch seine Klugheit wird ihm der Betrug geraten, und er wird sich in seinem Herzen erheben, und mitten im Frieden wird er viele verderben und wird sich auflehnen wider den Fürsten allen Fürsten.

  5. #155
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    Mal schauen, was nun der Diddi als König fabriziert.

  6. #156
    La liebre de la muerte Avatar von Newly
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    Der ist immerhin etwas jünger.





  7. #157
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    Viel jünger. 22 Jahre nur bei Königwerdung. Aber Items wie Thronfolgeregelung fehlen ihm.
    Zitat Zitat von d73070d0 Beitrag anzeigen
    Ach, das darfst Du nicht so eng sehen. Aus justanick kriegt man nur eine konkrete Antwort raus, wenn man Müll erzählt und dann zurechtgewiesen wird. Wenn Du also was von ihm willst, frag' nich, sondern stell' falsche Behauptungen in den Raum - die werden dann umgehend korrigiert. ;)

  8. #158
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    Zitat Zitat von justanick Beitrag anzeigen
    Viel jünger. 22 Jahre nur bei Königwerdung. Aber Items wie Thronfolgeregelung fehlen ihm.
    Die ist mit dem Tod des Königs nicht verloren. Wenn es das Item nicht mehr gibt, erhält sie der neue König automatisch neu, wenn er sich in Frankfurt aufhält. Dahin wird sich unser Diddi sowieso hinbegeben, um sich krönen zu lassen:

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    Und durch seine Klugheit wird ihm der Betrug geraten, und er wird sich in seinem Herzen erheben, und mitten im Frieden wird er viele verderben und wird sich auflehnen wider den Fürsten allen Fürsten.

  9. #159
    Der einzig wahre Falke Avatar von Hawkeye
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    Story des Jahrzehnts
    update 05.11.2025



    Schreibt endlich weiter...


    "Ich habe nach dem Spiel in der Kabine viele verwirrte Menschen getroffen."
    Kiel-Trainer Ole Werner am 13.01.21 nach dem Sieg gegen Bayern München


  10. #160
    La liebre de la muerte Avatar von Newly
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  11. #161
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    Dieter hatte kaltblütig den rechten Moment abgewartet, gegen seinen Vater zu putschen und nach der Krone zu greifen. Denn nicht nur der König war schwach, auch das Personal des Hochadels, das seine Pläne von der Thronfolge hätte vereiteln können, war im Jahre 1143 in einer Phase des Umbruchs. Dieter kannte die Schriften Machiavellis nicht, da dieser noch nicht geboren war. Sie hätten ihm gewiss zugesprochen: Dieter war gerade einmal 22 Jahre alt, aber er hatte bereits unter Beweis gestellt, dass er auch zu skrupellosem Vorgehen in der Lage war. Unterstützt vom päpstlichen Legaten Kardinal Dietwin, der Dieter in Aachen unter Mitwirkung der Erzbischöfe von Trier und Mainz salbte und krönte, trat Dieter die Nachfolge seines Vaters an. Die Unterstützung des Legaten zeigte, dass Papst Calixt III. kein Interesse an der Thronfolge einer der anderen Fürstenhäuser hatte, sondern bereit war, den Salier auf den Thron zu verhelfen.



    Begründet dürfte dies zunächst überraschende Verhalten dadurch sein, dass Calixt III. in Dieter einen Schutzschild gegen die ihn bedrängenden Venezianer sah. Die Feindschaft Venedigs einte Papst und König, das Vorgehen Dieters zum Schutze des Papstes dürfte Teil der Absprache über die Unterstützung des Papstes bei Dieters Griff nach der Krone gewesen sein. Jedenfalls stellte Calixt III. an den neuen König sogleich die Forderung, mit einem Feldzug gegen Venedig vorzugehen.



    Für Dieter I. musste es zuallererst aber darum gehen, von den Fürsten des Reiches anerkannt zu werden. Nach dem Zerwürfnis zwischen dem Staufer Friedrich und König Bernhard I. waren die Salier umgeschwenkt auf ein Zusammenarbeiten mit den Welfen in Baiern. So war es nicht überraschend, dass der Salier Dieter I. wenig auf die Loyalität von Harold dem Staufer setzen durfte. Auch Charles, Herzog von Österreich und Johann von Franken, Sohn des früheren Gegenkönigs Conrad, waren mögliche Kandidaten einer Opposition. Zählen konnte Dieter I. in seinem ersten Jahr als König allein auf das Haus der Welfen, namentlich den Herzog Ulrich von Baiern, der in der Thronfolge den ersten Rang erhielt.


    Die aktuellen traits der Fürsten:
    Ulrich von Baiern: +3 (Parteigänger des Königs)
    Johann von Franken: 0 (keine Ausrichtung)
    Charles von Benevent: 0 (keine Ausrichtung)
    Harold der Staufer: -1 (vom König enttäuscht)
    Markus von Nassau: -3 (Gegner des Königs), aber ups, just 1143 gestorben


    Die Gelegenheit für den Griff nach der Krone war trotzdem günstig, den viele Herzogtümer waren nach dem Tod der vormals beherrschenden Fürsten neu zu besetzen. Das gab Dieter I. großen Spielraum, Lehen zu vergeben und seine eigene Macht zu zementieren. Herzog Ulrich war selbst zu alt, um einmal die Krone erhalten zu können. Aber er hatte die Zukunft seiner Söhne Friedrich (*1134), Karlmann (*1136), Konrad (*1138) und später Eduard (*1144) im Blick, für die er sich seine Unterstützung für Dieter bezahlen ließ. Der junge König paktierte mit den Welfen, um sich die Staufer vom Hals zu halten. Mit diesem Schachzug hatte Herzog Ulrich sein Haus zum mächtigsten des Reiches gemacht, mächtiger wohl noch als das der Salier.

    Ironischerweise bildete sich der erste Aufstand gegen die Thronfolge von Dieter I. nicht unter den Anhängern der benachteiligten Staufer. Es war stattdessen der bisher nicht in Erscheinung getretene Zähringer Graf Johann von Nürnberg, der zuvor die Krone für die Welfen gefordert hatte. Die Absprache zwischen Dieter I. und Herzog Ulrich ging aber zu seinen Lasten, denn seine Ländereien in Baiern sollten demnach Ulrichs Sohn Friedrich zufallen, sobald dieser volljährig sein würde. Die Welfen sammelten damit die Ländereien in Baiern für ihr Haus ein. Enttäuscht warf Graf Johann dem Herzog auf dem Hoftag von Nürnberg im Dezember 1143 vor, die Krone für eine Absprache mit dem Salier zum Nachteil ihm loyaler Vasallen ausgeschlagen zu haben. Als Ulrich daraufhin von Graf Johann den Eid auf ihn forderte, antwortete dieser im Beisein von König Dieter: "Herr Herzog, wenn ihr ein Wagen wäret, würdet ihr wohl vor den Ochsen herlaufen!" Daraufhin erkannte der Herzog dem Grafen die Ländereien mit sofortiger Wirkung ab und Johann entfernte sich fluchtartig vom Hoftag. Der Welfe ließ Johann von Nürnberg verurteilen und ächten. Damit war die Sache jedoch keineswegs erledigt, denn Ulrich musste sein Urteil nun auch durchsetzen, wie ihm der Abt Wibald von Stablo riet: Er solle nicht auf Gerichtsurteile vertrauen, die niemand zur Kenntnis nähme. Nur ein "mit Glanz" geführter Kriegszug würde sich überall herumsprechen.

    Der Welfe eröffnete dann auch den bewaffneten Konflikt mit Johann von Nürnberg, der sich von der herzoglichen Maßnahme aber nicht zur Aufgabe bewegen ließ und sich lediglich nach Norden zurückzog. Hier erhielt er von den Anhängern der Staufer inoffiziell die Unterstützung, die er zur Fortführung seiner Rebellion gegen den Welfen benötigte.



    Was auch immer zwischen dem König und Herzog Ulrich der genaue Inhalt der Absprache von 1143 gewesen ist, im Jahr darauf erhob der Welfe Anspruch auf die Markgrafschaft Brandenburg. Ulrich argumentierte, dass diese wichtigen Ländereien einem seiner Söhne zufallen sollte und er selbst bis zu ihrer Volljährigkeit die Regierung darüber ausüben würde. Brandenburg war zuvor bis zu seinem Tod im Jahre 1143 das Eigentum von König Bernhard I. gewesen. Dessen einziger Sohn und Erbe war König Dieter, der aber bereits acht Jahre vorher das Herzogtum Franken erhalten hatte. Ironischerweise wies Herzog Ulrich den König darauf hin, dass dieser nicht zugleich zwei so wichtige Ländereien für sich beanspruchen könne - nur um sich selbst als Erbe der Markgrafschaft ins Spiel zu bringen, obwohl Ulrich ja das nicht minder bedeutende Herzogtum Baiern regierte.

    Dieter I. zeigte dem Welfen die Schranken auf und verweigerte Ulrich die Belehnung mit Brandenburg. Statt dessen vergab der König die Markgrafschaft an Rudolf von Magdeburg - der fast noch ein Knabe war - einem Schwager des sächsischen Herzogs Sigismund, der wiederum zur Familie der Staufer gehörte. Verwandte und angeheiratete Verwandte sollten im Verlauf seiner Regentschaft wichtige Positionen im Königreich von Dieter I. einnehmen.

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  12. #162
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    Dieter I. agierte geschickt zwischen den Häusern der Staufer und Welfen hin und her, um seine eigene salische Herrschaft aufzubauen. Er musste jedoch sehr auf der Hut sein, damit nicht beide Parteien zu brüskieren. Die Welfen hatten so manchen Stammhalter in Reserve, der nach eigener Macht strebte. Und der König war gefordert, diese Interessen zu bedienen, wenn er den Frieden im Reich wiederherstellen und bewahren wollte. So sieht der Stammbaum der Welfen im Jahre 1144 aus:



    1. Herzog Welf IV. von Baiern (+1105)
    2. Lukas (+1105)
    3. William von Zähringen (+1141)
    4. Herzog Ulrich I. von Baiern (54 Jahre)
    5. Ludwig I. von Baiern (+1120)
    6. Friedrich (10 Jahre)
    7. Karlmann (8 Jahre)
    8. Konrad (6 Jahre)
    9. Eduard (0 Jahre)


    Im Jahre 1145 traten gleich mehrere Fürsten die Regentschaft in ihren Herzogtümern an. Das war zum einen der junge Friedrich von Pommern, der Sohn des 1133 verstorbenen Herzogs Welf, der auf einem Hoftag in Frankfurt von Dieter I. mit Schlesien belehnt wurde.



    Seinen Kurs des Ausgleichs zwischen Welfen und Staufern führte der König bei diesem Frankfurter Hoftag den versammelten Fürsten vor, indem er wie angekündigt die Markgrafschaft Brandenburg nicht an Herzog Ulrich, sondern an den weniger mächtigen Rudolf von Magdeburg verlieh.



    Auf Sachsen dagegen erhob der junge Sohn des 1136 verstorbenen Ludwig von Supplinburg, Sigismund, Anspruch. In den vergangenen Jahren, als Sigismund wegen seines Alters noch nicht regierungsfähig gewesen war, hatte Harold der Staufer seine Mutter, die Witwe Hildegard, beraten. Das bedeutete de facto, dass Harold seit seinem Emporkommen im Jahre 1141 der wahre starke Hand in Sachsen gewesen war. Nun war Harold nicht bereit, das Herzogtum wie vereinbart an Sigismund zu übergeben und begründete seine Haltung gegenüber dem König mit der mangelnden Eignung des Jungen. Ob Harold damit die verschwenderische Ader oder dessen bekanntermaßen verkümmerten Genitalien, die einen Erben unwahrscheinlich machten, meinte, ist nicht überliefert. Dieter I. entschied, dass Sigismund mit dem Herzogtum Sachsen belehnt wird, denn er konnte nicht dulden, dass Harold neben Schwaben ein zweites Herzogtum an sich zog. Die Sachsen ließen sich von der königlichen Entscheidung aber nicht beeindrucken und standen zu Harold. Der junge Sigismund brauchte deshalb die Unterstützung des Königs, um seine Ansprüche durchzusetzen - eine Abhängigkeit, die Dieter I. vorhergesehen und durchaus gewollt hatte.

    Trotz einiger Kämpfe, von denen die Belagerung von Weinsberg durch den König und jungen Herzog die größte Berühmtheit erlangte, zeigte sich in den Auseinandersetzungen auch die Verhandlungsfähigkeit der beteiligten Parteien. Vor der Burg Weinsberg hatten sich Dieter und Sigismund in Kämpfen gegen Harolds Anhänger militärisch durchgesetzt. Dann bewies der König angeblich seine herrschaftliche Milde dadurch, dass er Bitten der Frauen in der Burg entsprach und ihnen den freien Abzug mit allem, was sie tragen könnten, erlaubte. Diese trugen daraufhin ihre Männer aus der Burg und retteten so deren Leben. Die Kämpfe um Weinsberg sind historisch, hinsichtlich der List sind Zweifel erlaubt, da Ähnliches zu häufig in Sagen berichtet wird.



    Nachdem der König die Lage in Sachsen geregelt hatte, zog er nach Süden Richtung Italien. Auf dem Weg dorthin hielt er Station in Worms, wo er sich um die offenen Ansprüche des Johann von Franken kümmerte. Johann war der Sohn des früheren Herzogs Conrad von Franken, der sich 1132 gegen Dieters Vater König Bernhard I. erhoben hatte. Das Herzogtum Franken war nach Conrads Niederlage an Dieter selbst übergeben worden. Nun war Conrads Sohn volljährig, und seine Anhänger verlangten nach der Rückgabe des Herzogtums. Das konnte sich Dieter I. zu diesem Zeitpunkt nicht leisten, und es hätte für ihn einen Autoritätsverlust bedeutet, in dieser Frage nachzugeben. Die Verhandlungen wurden als ziemlich zäh und geprägt von Misstrauen beschrieben. Der König kam mit Johann überein, dass er zur Entschädigung mit dem Posten des Erzbischofs von Köln abgefunden werden sollte. Eine pikante Personalie, denn diese Position war bis 1131 von Karlmann - dem Komplizen des Gegenkönigs Conrad von Franken - besetzt gewesen, bevor er in Köln durch Königstreue umgebracht worden war. Johann von Franken war bewusst, dass er als Erzbischof in Köln zugleich einen schwierigen Stand, aber auch eine Position mit einflussreichen Möglichkeiten erhielt. Es sollte sich später noch zeigen, ob der König oder der Erzbischof über den jeweils anderen hinauswachsen würde!

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    Das Amt des Erzbischofs war ein geistliches, doch seine Ausübung war geprägt von weltlichen Interessen und dem Streben nach Macht. Johann von Franken war, gemessen an seinem sakralen Titel, eine Parodie in diesem Amt: Spirituelle Fragen interessierten ihn offenkundig wenig bis gar nicht, seine Verachtung für religiöse Zeremonien verschleierte er nur schlecht und er hatte einen Hang zu deftiger Aussprache.



    Weiter zog der König und hielt im Winter 1146 Hof in Schwaben, dem Zentrum der staufischen Macht. Dieter I. musste sich dringend um die Probleme mit Herzog Harold kümmern, der wegen der Ereignisse der letzten Jahre, besonders die in Sachsen, besonders schlecht auf den jungen König zu sprechen war. Der Staufer stand kurz davor, die bewaffneten Auseinandersetzungen gegen den König erneut aufzunehmen und den staufischen Anspruch auf die Königskrone mit Gewalt einzufordern. Ein Scharmützel mit den bairischen Welfen um die staufische Burg Flochberg endete jedoch mit einer empfindlichen Niederlage für Harold. Zwar fiel niemand, doch Harolds Truppen flohen schmählich, und viele seiner Gefolgsleute gerieten in Gefangenschaft.

    Diese Situation nutzte nun König Dieter, der sich als Vermittler zwischen Staufer und Welfen einschaltete, um den Konflikt gütlich zu beenden. Dies geschah in einer Weise, die beiden Seiten ermöglichte, das Gesicht zu wahren. Herzog Ulrich von Baiern gab seinen Kampf gegen den Staufer auf, ließ die Gefangenen frei und schloss Frieden mit ihm (wovon die Fehde mit Johann von Nürnberg aber ausdrücklich ausgenommen wurde). Als Gegenleistung übertrug Herzog Harold die Einkünfte aus Mertingen an den Welfen.

    Die Friedensbedingungen erschienen für beide Seiten maßvoll, insgesamt schien es aber der Stern der Staufer zu sein, der im Sinken begriffen war. Harold hatte keinen direkten männlichen Erben und ihn befiel nach den Verhandlungen von 1146 eine schwere Krankheit, die es ihm unmöglich machte, machtvoll gegen die nachwachsende Generation der Welfen aufzutreten. Im Umfeld des Herzogs war bald die Rede von einer Vergiftung, die ihm von Anhängern des Königs oder des Welfen Ulrich zugefügt worden sein soll. Andere sprachen von einem Zauber, mit dem ihm böse Hexen belegt haben sollen.



    Von Schwaben aus reiste Dieter I. nach der Schneeschmelze Richtung Baiern. Der Welfe stellte beim Krönungszug des Königs inzwischen den größten Heerbann. Allenfalls kann man sich wundern, dass es insgesamt nur etwa 1.800 Fürsten, Ritter und Kriegsknechte waren, die an dieser Reise teilnahmen, und entsprechend gering war auch die Anzahl der welfischen Truppen. Aber die augenfällige Mitwirkung des Welfen hielt eben eine ganze Reihe anderer Fürsten davon ab, sich gleichfalls an dem Zug zu beteiligen. Auch Harold der Staufer mochte es wohl nicht leiden, dass sein Konkurrent da den Ton angab.

    Vom Lechfeld bei Augsburg brach das Heer im Sommer 1146 auf, zog über den Brenner hinunter zum Gardasee und hatte schon allerlei Schwierigkeiten bei der Lebensmittel- und Futterbeschaffung zu überwinden. In den ersten Junitagen hielt Dieter I. auf der Roncalischen Ebene am linken Po-Ufer eine Heerschau. Anschließend zog der König ohne viele Stationen nach Mailand und berief hier einen Reichstag ein. Zur Sicherung und Festigung des Reiches und der Lehnsordnung erließ der König ein Gesetz, mit dem er die Veräußerung von Lehen verbot. Alle diejenigen, die ein von ihrem Lehnsherrn verlangten Dienst verweigerten, sollten ihr Lehen verlieren. Für Dieter I. war die gegenseitige Treue und der Zusammenhalt innerhalb einer Lehensgemeinschaft das grundlegende Element für die Gesellschaftsordnung. Einzig der König war ausschließlich Lehnsherr, ohne selbst jemandes Lehnsmann zu sein. Die Lehen konnten Die Lehen konnten nur nach der Heerschildordnung vergeben werden:

    1. König, 2. Kirchliche Fürsten, 3. Weltliche Fürsten, 4. Grafen und Freiherren, 5. Freie und Ministeriale, 6. Deren Mannen, 7. Die übrigen rittermäßigen Leute. So konnte der König also nicht irgendeinen Ritter belehnen, sondern lediglich die kirchlichen und weltlichen Fürsten.



    Die Zeiten waren aber andere als jene von Heinrich V. Jahrelang hatte sich der schwache König Bernhard I. in Italien aufgehalten, ohne die dortigen Verhältnisse entscheidend prägen zu können. Die Italiener hatten in dieser Zeit ein neues Selbstbewusstsein entwickelt, das sich nicht mit dem jetzt formulierten Anspruch des neuen deutschen Königs vertrug.

    Als das Heer in Mailand, der mächtigsten der lombardischen Städte, einzog, boten die Bürger dem König wohl 4.000 Mark Silber für ein Privileg. Vor dem königlichen Gericht wollten die stolzen Konsuln trotz mehrmaliger Aufforderung aber nicht erscheinen. Dieter I. erklärte deshalb über Mailand die Reichsacht, worauf sich die Mailänder Oberen in einer auf einer Felsenklippe errichteten Burg zusammendrängten. Dort hielten sie dem Ansturm der Deutschen trotz Hunger und Krankheiten stand.

    Die Feierlichkeiten zur Krönung Dieters I. zum König von Italien gerieten unter diesen Umständen zu einer Farce. Sie waren von schweren Unruhen in Mailand begleitet, bei denen mehr als 2.400 Bürger der Stadt und 260 deutsche Soldaten ums Leben kamen. Dieter I. musste Mailand schleunigst verlassen und einige seiner drakonischen Anordnungen bezüglich Tribut und Besteuerung vorläufig aussetzen, um die Lage zu beruhigen. Den Anspruch, Mailand zu beherrschen, gab er nicht auf, er nahm ihn nur mit. Dem Heerzug des deutschen Königs eilte wegen der zerstörten Städte und der Plünderungen ein schlimmer Ruf voraus, der des "furor teutonicus".



    Im Sommer 1146 traf Dieter I. im Alter von 25 Jahren in Bologna ein. Er hatte in den ersten drei Jahren seiner königlichen Herrschaft einiges erreicht. Seine Autorität fußte auf seiner Herrschaft über das Herzogtum Franken, die errungene Anerkennung seiner Königswürde durch die deutschen Fürsten sowie der Krone der Lombarden. Das Quäntchen Autorität, das er als sechsten Punkt bekam, war aber begründet in seiner persönlichen Eigenschaft, die Wahrheit manchmal recht großzügig auszuschmücken, um seine Interessen zu verfolgen. Dass Dieter I. sehr geschickt dazu in der Lage war, hatten inzwischen die Staufer, die Welfen, die Mailänder, Freund und Feind selber erfahren.

    Die Schwierigkeiten mit den Staufern und Welfen verlangten aber geradezu nach einem König mit rücksichtlosem politischem Gespür. Ansonsten wäre der König während seiner gesamten Regierungszeit so sehr mit ihnen beschäftigt gewesen, dass ihm für die Italienpolitik keine Zeit geblieben wäre. Unter diesen Umständen ist es bemerkenswert, dass Dieter I. sich die Voraussetzungen für eine Fahrt nach Rom schaffte, um dort mit Papst Calixt III. über die Kaiserkrone zu verhandeln. Jetzt sollte der Heilige Vater, der zuvor Bernhard I. so gut im Griff gehalten hatte, die Bekanntschaft mit dessen Sohn Dieter machen.



    Bei der ersten Begegnung zwischen Papst Calixt III. und König Dieter I. in der Gegend von Sutri nördlich von Rom erwartete der Papst vom König den Marschalldienst, wie ihn auch Bernhard I. ihm gegenüber geleistet hatte. Aber Dieter wollte sich auf keinen Fall als päpstlicher Steigbügelhalter betätigen, denn im Lateran existierte ein Bild von Bernhards Marschalldienst und eine Legende dazu, in der der deutsche König als Vasall des Papstes bezeichnet wurde. Ein Lehnsmann des Papstes wollte Dieter I. nicht sein, denn er vertrat die Ansicht, dass Kaiser und Papst nach Gottes Willen die Welt gleichberechtigt regieren sollen. Daran wollte der Salier nicht rütteln lassen. Dieter war nur bereit, dem Papst die Füße zu küssen, was er auch tat, als sich Calixt III. in einem auf freier Flur aufgestellten Thron niedergelassen hatte. Der Papst sah jedoch seine schlimmen Erwartungen von diesem neuen König erfüllt und verweigerte dem Salier den Friedenskuss. Die beiden trennten sich nach kurzer Zeit wieder voneinander, jeder vom anderen tief enttäuscht.
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    Und durch seine Klugheit wird ihm der Betrug geraten, und er wird sich in seinem Herzen erheben, und mitten im Frieden wird er viele verderben und wird sich auflehnen wider den Fürsten allen Fürsten.

  14. #164
    anarchische Grünhaut Avatar von Kermit
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    Sehr schön geschrieben!

    Wieviele Runden sind gespielt? Bekommst du schon spieltechnisch Druck von deinen Nachbarn, oder halten die die Füße still?
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    Zitat Zitat von Des Pudels Kern Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Der Falke Beitrag anzeigen
    Weil so weit ich weiß sind in D auch Lügen meistens von der Meinungsfreiheit erfasst.
    Man kann dich auf diesen Nebensatz durch "weil" Konjunktion reduzieren, Falke. Immer wenn son Ding vom Stapel läuft, weiß selbst der nachsichtigste Leser, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, sich zurückzulehnen, kurz in sich zu gehen und wichtige andere Tagesgeschäfte zu evaluieren. Mir fiel beispielsweise plötzlich ein, dass ich schon seit geraumer Zeit mal einen abseilen wollte, ohne abzukneifen.

  15. #165
    Registrierter Benutzer Avatar von Mark
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    Leider nicht, obwohl dass eigentlich untypisch ist. Mailand macht sich zwar gut breit in die übliche Richtung Lothringen, Venedig und Ungarn dagegen bekriegen sich im Osten und haben keine Zeit für mich. Auch Polen bekommt nicht viel hin.

    Gespielt und auch geschrieben habe ich derzeit übrigens bis 1185. Ich hatte daheim wegen eines Blitzschlags den Internetzugang eingebüßt, habe aber besonders in dieser Woche munter weitergeschrieben. Nachschub ist also fürs Erste garantiert.
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    Und durch seine Klugheit wird ihm der Betrug geraten, und er wird sich in seinem Herzen erheben, und mitten im Frieden wird er viele verderben und wird sich auflehnen wider den Fürsten allen Fürsten.

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